Kunstraum Ortloff – f/stop Satellit

Nico Curian: am I not ridiculous

Kunstraum Ortloff

Jahnallee 73, 04177 Leipzig

 

Eröffnung: 21. Juni 2018, 19:00 Uhr

Live: YOR, Slugbrain, DJ Johann

 

22. Juni – 1. Juli 2018
Mo – So, 14:00 – 19:00 Uhr

Das 8. Festival für Fotografie f/stop Leipzig stellt die Frage nach der gesellschaftlichen Rolle der Fotografie angesichts einer von extrem gegensätzlichen Weltbildern geprägten Gegenwart. Die Ausstellung „am I not ridiculous?“ zielt darauf ab, eine Gegenfrage zu formulieren und zu überprüfen, in wie fern der aktuelle fotografische Mainstream, die Diskurse und die Ästhetik zeitgenössischer Fotografie, ihre Akteure und Praktiken, selbst das Produkt einer zerrissenen Gesellschaft sind. Das Medium ist in diesem Sinne nicht neutraler Kommentator, sondern integraler Katalysator des Zeitgeistes. Diese kritische Methode – der Blick des Kritikers auf einen Gegenstand in dem er sich unbedingt selbst erkennt und der daraus resultierende Regress, die emanzipatorische Enttäuschung, der sprichwörtliche Spiegel im Spiegel – ist das wesentliche Anliegen der zentralen Publikation mit dem Titel „a body of work“.

 

Der Vortrag mit dem Titel „DEFENSE“ ist Teil der Publikation. Er illustriert jene „kritische Praxis“, eine methodische Institutionskritik, bei der Kritiker und die Institution nicht streng voneinander getrennt sind. Sie ist der Brückenschlag zum Aufsatz mit dem Titel „Is the museum not ridiculous?“ und durchzieht die Arbeit inhaltlich wie formal. In für die Ausstellung exklusiv angefertigten Videomitschnitten von Interviews mit diversen Gesprächspartnern, die jeweils eine individuelle Expertise/Perspektive in den Diskurs einbringen, werden die Themen besprochen, die sich aus der Schnittmenge von Publikation und Festivalschwerpunkt ergeben. So wird der Blick des Betrachters auf die Umstände und Konditionen gelenkt, unter denen unter anderem diese Ausstellung, ihre Diskurse und Dispositive zustande kommen. Die Videos sind über einen Link in der Neuauflage des Buchs online abrufbar und stellen einen integralen Bestandteil der Publikation dar.