Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) – f/stop Satellit

Ins Offene. Fotokunst im Osten Deutschlands seit 1990

Claudia Angelmaier, Sibylle Bergemann, Laura Bielau, Klaus Elle, Thomas Florschuetz, Grit Hachmeister, Ingar Krauss Karl-Ludwig Lange, Ute Mahler und Werner Mahler, Emanuel Matthias, Florian Merkel, Stefan Moses, Floris M. Neusüss, Ricarda Roggan, Rudolf Schäfer, Hans-Christian Schink, Katharina Sieverding, Oskar Schmidt, Erasmus Schröter, Michael Wesely. Kuratoren: T.O. Immisch, Gabriele Muschter, Uwe Warnke

 

Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)

Friedemann-Bach-Platz 5, 06108 Halle (Saale)

 

29. Juni – 16. September 2018
Mo, Di, Do – So: 10 bis 18 Uhr
mittwochs geschlossen

 

Einzelticket (Sonderausstellung): 8 Euro, ermäßigt 6 Euro | Kombiticket (Sonder- und Dauerausstellung): 12 Euro, ermäßigt 8 Euro | Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren Eintritt frei | BesucherInnen mit f/stop-Ticket können die Sonder- und Dauerausstellung zum ermäßigten Eintrittspreis besuchen

Die Ausstellung widmet sich mit dem Abstand von mehr als 25 Jahren erstmals der Frage, welchen Einfluss der Wechsel politisch-ideologisch wie ökonomisch konträrer Gesellschaftssysteme auf das Werk, die Biografie und die künstlerische Weltsicht von Fotografinnen und Fotografen hatte und bis heute hat. So werden am künstlerischen Werk ablesbare und erkennbare Veränderungen und Entwicklungen – persönliche und soziale wie auch allgemein gesellschaftliche – ebenso wie künstlerische Kontinuitäten und Konsequenzen der in diesem Zeitraum entstandenen Fotografien im direkten Vergleich erlebbar.

 

Wie hat sich das fotografische Werk im Osten Deutschlands sozialisierter Fotografinnen und Fotografen weiterentwickelt bzw. verändert? Welche nun offen stehenden neuen Möglichkeiten wurden erprobt? Welche Resultate sind zu beobachten? Wo veränderte sich die gesamte Arbeitsweise und wo „nur“ das Sujet? Wo gibt es Verwerfungen, wo Kontinuitäten? Die damit im Zusammenhang stehende Frage, wie Fotografinnen und Fotografen aus den alten Bundesländern mit den neuen Realitäten der Wiedervereinigung umgingen, wird anhand repräsentativer Beispiele beantwortet: Wer interessierte sich in welcher Weise für den Osten? Welche Auseinandersetzungen und welche Begegnungen fanden statt? Was zeichnet die Bilder aus?

 

Ohne sich als direkte Fortsetzung zu verstehen, knüpft die Ausstellung in ihrer Recherche an künstlerische Fragestellungen und Positionen an, die die viel beachtete Ausstellung GESCHLOSSENE GESELLSCHAFT 2012/13 in der Berlinischen Galerie thematisierte. Die traditionsreiche Fotosammlung des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) bietet für diese Ausstellung einen reichen Fundus, der Ausgangspunkt für die Werkauswahl der Schau ist und den Prolog auf der Fotogalerie bildet.

 

INS OFFENE ist in drei Kapitel gegliedert:

 

Fotografie als Medium
mit Werken von Claudia Angelmaier, Laura Bielau, Klaus Elle, Thomas Florschuetz, Florian Merkel, Floris M. Neusüss, Oskar Schmidt

 

Fotografie und Gesellschaft
mit Werken von Sibylle Bergemann, Grit Hachmeister, Ingar Krauss, Karl-Ludwig Lange, Emanuel Mathias, Stefan Moses, Rudolf Schäfer, Erasmus Schröter, Katharina Sieverding

 

Fotografie der Dinge und Räume
mit Werken von Ute Mahler und Werner Mahler, Ricarda Roggan, Hans-Christian Schink, Michael Wesely